Degerlocher SPD-Landtagskandidat kritisiert: „Frau Eisenmann blockiert den Ganztagsausbau“

Veröffentlicht in Landespolitik

15 von 16 Bundesländern würden gerne eine Vereinbarung mit dem Bundesbildungsministe- rium unterschreiben. Dadurch würde der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen mit Bundesmitteln in Höhe von insgesamt 3,5 Mrd. Euro gefördert. 750 Millionen Euro davon sollen noch dieses Jahr an die Länder fließen. Aber das baden-württembergische Bildungsministerium blockiert die Vereinbarung. Carsten Singer, Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis II, kritisiert, dass dadurch der Ausbau der Ganztagsbetreuung verlangsamt wird.

Für ihn sei die Ganztagsbetreuung der Schlüssel zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dass das Land hierbei wichtige Bundesmittel blockiert, sei ein Schlag ins Gesicht für alle erwerbstätigen Eltern.

„Gerade für Alleinerziehende ist die Ganztagsbetreuung oft die einzige Möglichkeit, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen“, so der 33-jährige Gymnasiallehrer. Für ihn sei aber die Ganztagsbetreuung viel mehr als „nur“ eine reine Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Der Ganztag eröffne ganz neue Möglichkeiten, die ungleichen Bildungschancen anzugleichen. „Wir müssen Bildung endlich als etwas Ganzheitliches verstehen. Bildung ist viel mehr als ‚nur‘ Wissensvermittlung. Kaum etwas ist in Deutschland ungleicher verteilt als zum Beispiel die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen“, gibt Carsten Singer, der gleichzeitig Vorsitzender der SPD Stuttgart-Degerloch ist, zu bedenken.

„Hier liegt in einer Ganztagsbetreuung in Kooperationen mit Vereinen vor Ort ein riesiges Potential.“ Es grenze für ihn an einen Skandal, dass das baden-württembergische Kultusministerium dafür dringend benötigte Gelder blockiert.

Frau Eisenmann hingegen argumentiert, dass es in Baden-Württemberg viele kommunale Betreuungsangebote gibt, die von der Bundesförderung nicht profitieren würden. Dieses Argument lässt Carsten Singer nicht gelten: „In Stuttgart ist die kommunale Betreuung auf einem hohen Niveau, aber auf dem Land können das nicht alle Kommunen stemmen.“ Für ihn müsse das Land die Organisation der Ganztagsangebote übernehmen. Ansonsten drohe die Gefahr, dass ein „Zwei-Klassen-Bildungssystem“ entsteht, in dem finanzstarke Kommunen tolle Betreuungsangebote organisieren, die sich finanzschwächere Kommunen schlicht nicht leisten können.

Zu guter Letzt weist der Gymnasiallehrer noch auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2016 hin. Laut der Studie wünschen sich 32% der Eltern von Halbtagsschüler*innen eine Ganztagsbetreuung, aber es gibt in Wortortnähe schlicht kein solches Angebot.

Wie der Zufall so will, tritt der Gymnasiallehrer Carsten Singer im Wahlkreis II gegen seine Oberste Dienstvorgesetzte Susanne Eisenmann an. Da kann es dann im Wahlkampf noch zu einigen Showdowns kommen.

 

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