Erinnerungsprojekt an die Opfer der chilenischen Militärdiktatur auf dem Santiago-de-Chile-Platz

Veröffentlicht in Ortsverein

Die Planungen für eine Gedenkstätte für die Opfer der chilenischen Militärdiktatur gehen weiter. Über 50 Jahre nach dem Militärputsch in Chile am 11. September 1973, bei dem der demokratisch gewählte sozialistische Präsident Salvador Allende ermordet wurde und viele Menschen politsch verfolgt und ermordet wurden, ist das Thema auch in Stuttgart noch immer präsent. Viele Andersdenkende wurden während der Militärjunta verhaftet und verschwanden, ohne das die Angehörigen jemals eine Antwort bekamen. Auch nach Stuttgart sind damals viele geflohen.

Die Naturfreunde Stuttgart-Heslach und die chilenische Community haben angeregt, mit einem Mahnmal an diese Opfer erinnern. Ihrer Meinung nach eignet sich kein anderer Platz in Stuttgart besser als der Santiago-de-Chile-Platz auf dem Haigst.  

Dorthin haben sie Mitte September Vertreter*innen aus der Kommunalpolitik sowie Nachbarn und Interessierte eingeladen, um - gemeinsam mit den beiden Künstlern - der Öffentlichkeit das Mahnmal vorzustellen. Vor Ort wollten sie zeigen, wie die Gedenkstätte für die Opfer der Militärdiktatur in Chile aussehen sollte.

Der Einladung waren neben Bezirksvorsteher Colyn Heinze auch die Degerlocher SPD-Stadträtin Dr. Maria Hackl gefolgt. Maria Hackl betonte, dass sie als Betreuungsstadträtin das Projekt ausdrücklich unterstütze: "Das ist ein gutes und wichtiges Projekt, dass zeitnah umgesetzt werden sollte." Der Haken sei aber - so Hackl weiter - gegenwärtig die missliche Haushaltslage der Stadt Stuttgart. Eine Förderung wird erst im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen beschlossen werden. Maria Hackl hofft, dass sich dafür eine Mehrheit des Gemeinderates finden wird.

Der Santiago-de-Chile-Platz auf dem Haigst bietet sich nach Ansicht von Maria Hackl mit seinem Bezug zu Chile für das Gedenken an die Opfer sehr gut an, da zudem die wunderschöne Aussichtsplatzform bereits weitere chilenische Kunstobjekte beherbergt. Hackl betont abschließend: "Gerade auch angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage, in der Demokratien immer stärker unter Druck geraten, ist diese Erinnerung an die Vergangenheit wichtig."

Bild u.a. mit Werner Schmidt als Initiator, Helmut Doka und Bertram Maurer von der Geschichtswerkstatt, Bezirksvorsteher Colyn Heinze und Stadträtin Dr. Maria Hackl.

 

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